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Gemeinsam Familienregeln erarbeiten

Gemeinsam Familienregeln

"Mama, warum gibt es bei uns so viele Regeln?"

Als Mutter ist es nicht leicht, Deinem Kind zu vermitteln, warum Regeln innerhalb und auch ausserhalb der Familie wichtig sind. Kleinkinder können noch nicht unterscheiden, was richtig und was falsch ist. Damals hast du Regeln aufstellen und einfordern können, ohne dich rechtfertigen zu müssen. Spätestens im Vorschulalter aber stellt Dein Kind Deine Forderungen immer häufiger infrage. Andererseits ist es jetzt auch alt genug zu verstehen, warum bestimmte Richtlinien im Alltag so eine grosse Bedeutung für das Zusammenleben haben.

Ältere Kinder stellen Richtlinien infrage

Sicher gibt es in Deiner Familie Richtlinien, die Du als Mutter gemeinsam mit Deinem Partner festgelegt hast. Das ist wichtig, denn sie sorgen dafür, dass (zumindest meistens) ein harmonisches Zusammenleben im Alltag möglich ist. Zudem geben Sie Deinem Kind Halt, Sicherheit und Orientierung. Vielleicht gibt es aber Situationen, in denen es Deinem Kind besonders schwer fällt, sich an Vereinbarungen zu halten. Je älter Kinder werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie Familienregeln infrage stellen und sich gegen sie auflehnen. Das ist ganz normal, wenn Du an Deine eigene Kindheit denkst wirst du Dich erinnern, dass es Dir damals ganz genauso ging. Manche Forderungen Deiner Eltern erschienen Dir sinnlos und vielleicht fühltest Du dich sogar schikaniert und nicht ernst genommen. Als Mutter kannst Du einige Regeln, die Dich damals gestört haben, wahrscheinlich eher nachvollziehen.

Das Problem, dass Dein Sprössling nun rebelliert, löst diese Erkenntnis allerdings nicht. Es kann aber helfen, gemeinsam Familienregeln zu sammeln, zu diskutieren und neu aufzustellen. Kinder fühlen sich ernst genommen, wenn Entscheidungen nicht über ihren Kopf getroffen werden. Partizipation, also Beteiligung von Kindern im Hinblick auf Alltagsentscheidungen innerhalb der Familie ist eine gute Methode, die Selbstständigkeit von Kindern zu fördern.

Familienregeln sollten verhandelbar sein

Eine praktische Methode, Kinder für die Einhaltung von Regeln zu sensibilisieren, sind Familienkonferenzen. Du setzt Dich gemeinsam mit deinem Sohn bzw. Deiner Tochter und mit Deinem Partner gemeinsam an einen Tisch. Zunächst könnt ihr alle bereits bestehenden Familienregeln sammeln und darüber diskutieren, ob und inwiefern diese Regeln wichtig sind. Wichtig ist, dass jeder sich dazu äussern darf und in Ruhe angehört wird. In einem zweiten Schritt werden neue Regeln formuliert. Insgesamt sollten es natürlich nicht zu viele sein - schliesslich gilt es, wirklich nur wichtige Familienregeln festzulegen. Die fertigen Regeln kannst Du Dein Kind auf ein Plakat aufschreiben lassen. Jeder setzt seine Unterschrift darunter. Hänge das Regelplakat dann an einer zentralen Stelle in der Wohnung auf. Der Vorteil an gemeinsam erarbeiteten Familienregeln ist der, dass sie im Alltag einen höheren Verbindlichkeitscharakter haben. Das gilt natürlich auch für Eltern. Wenn Kinder sich darauf verlassen können, dass Absprachen eingehalten werden, fällt Ihnen selbst dies auch deutlich leichter.

Vielleicht könnt ihr euch in Zukunft regelmässig zusammensetzen und die Familienregeln überarbeiten- schliesslich wird Dein Kind älter und wünscht sich mehr Freiheiten und die Möglichkeit, einige Dinge selbst zu entscheiden.

Tipp: Diskutieren leicht gemacht

Kinder im Grundschulalter und darüber hinaus versuchen, alles auszudiskutieren. Sie fordern Erklärungen ein und sind nicht immer leicht zufriedenzustellen. Trotzdem sind Kinder keine kleinen Erwachsenen. Versuche daher, immer anschaulich zu erklären, warum bestimmte Familienregeln wichtig sind. Gut verständlich für Kinder sind Vergleiche und Begründungen, die auf Fairness abzielen. Beispiel: "Jeder in der Familie hat Aufgaben. Ich koche und putze, Papa geht einkaufen und deine Aufgabe ist es, dein Zimmer aufzuräumen. Das ist fair."

Bildquelle: bjearwicke / freeimages.com

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