MUTTERLEBEN.CH
Mütter mitten im Leben

Sensible Kinder erziehen

Sensibel Erziehung

Sie schlafen häufig unruhig, weinen als Baby viel, reagieren irritiert auf laute Geräusche und haben Probleme mit Veränderungen umzugehen: Ein sensibles Kind hat andere Bedürfnisse als Gleichaltrige, die selbstbewusst durchs Leben gehen und die nichts so schnell aus der Bahn wirft. Du als Mutter merkst schnell, wenn Dein Sohn oder Deine Tochter sehr sensibel ist, weisst aber vielleicht nicht, wie Du damit umgehen sollst.

Natürlich möchtest Du negative Erlebnisse und Erfahrungen von Deinem Kind fern halten - aber ist das wirklich die richtige Entscheidung im Hinblick auf die Erziehung? Schwierig wird es, wenn mehrere Kinder in der Familie leben die sich charakterlich stark voneinander unterscheiden: Sollst Du als Mutter wirklich mit zweierlei Mass messen?

Viele "Sensibelchen" fühlen sich aufgrund ihrer Empfindsamkeit unter Druck gesetzt

Ein Mensch, der sensibel ist, kann Emotionen stärker fühlen. Gerade Kinder haben aber Probleme, diese starken Gefühle auch zu verarbeiten. Häufig sind sie sehr zurückhaltend, manchmal regelrecht ängstlich. Unbekannte Personen, Situationen oder neue Herausforderungen verunsichern sie und sie ziehen sich zurück. Weil sie nur schwer aus sich herauskommen können, werden sie oft falsch eingeschätzt - das kann auch innerhalb der Familie der Fall sein.

Häufig haben Kinder, die sehr sensibel sind, das Gefühl sich ändern oder anpassen zu müssen um geliebt zu werden. Dabei sehnen sie sich danach, dass man sie so akzeptiert wie sie sind. Eine strenge Erziehung oder Massnahmen zur "Abhärtung" sind schmerzhaft für sensible Kinder. Sie müssen daher in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden, damit sie Selbstbewusstsein entwickeln und ihre Sensibilität als Bereicherung und nicht als Belastung empfunden.

"Du bist gut so wie du bist"

Du als Mutter solltest Deinem Sohn oder Deiner Tochter unbedingt signalisieren, dass es sich für seine Gefühle nicht schämen muss. Sensible Kinder zeigen in der Regel ein sehr gutes Sozialverhalten, sind hilfsbereit, einfühlsam und pflegen ihre Freundschaften. Das sind tolle Eigenschaften die es verdienen lobenswert hervorgehoben zu werden. Wenn Du mehrere Kinder hast, solltest Du daher auf keinen Fall Vergleiche anstellen. In Sachen Erziehung gilt es für Dich als Mutter einen Kompromiss zu finden zwischen fördern und stärken einerseits ohne aber gleich jede Herausforderung von Deinem Kind fernzuhalten.

Es bringt nichts, sensible Menschen in "Watte zu packen": Das Leben wird nicht immer sanft mit Deinem Sohn oder Deiner Tochter umspringen und darauf sollte Dein Kind vorbereitet sein. Bestärke es daher darin, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und anderen Menschen zu vertrauen. Viele sensible Kinder profitieren davon, wenn sie relativ früh einen Kindergarten besuchen und Kontakt mit Gleichaltrigen knüpfen. Auch die Mitgliedschaft in einem Verein oder eine Jugendreise kann gut für empfindsame Kinder sein: Sie neigen nämlich dazu sich zu Hause zu verkriechen.

Tipp: Ruhephasen und Erholungspausen im Alltag ermöglichen

Das Leben um sie herum stellt sensible Kinder vor grosse Herausforderungen. Der Kontakt zu Menschen, Pflichten und Aufgaben oder Druck können für sie sehr belastend sein. Sie brauchen daher viel Ruhe und Erholung sowie Harmonie innerhalb der Familie. Ein anstrengendes Freizeitprogramm solltest Du Deinem Nachwuchs daher ersparen. Ermögliche ihm viele Ruhephasen und unverplante Zeit. Die brauchen empfindliche Kinder, um Reize zu verarbeiten und um ihr inneres Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Bildquelle: debowscyfoto / pixabay.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn