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Differenzen der Erziehungsstile

Erziehungsstil

Gerade an öffentlichen Plätzen, auf denen sich viele Familien aufhalten, beispielsweise im Park, im Schwimmbad oder auf dem Spielplatz, kannst Du als Mutter genau beobachten, wie andere Eltern ihre Kinder erziehen.

Die einen reagieren mit drakonischen Strafen und Schimpftiraden, weil sich das eigene Kind dreckig gemacht hat, die anderen schauen demonstrativ in eine andere Richtung, wenn der Nachwuchs seinen Spielkameraden die Schaufel auf den Kopf schlägt und tun so, als ginge sie das nichts an. Die meisten Mütter und Väter sind im Hinblick auf ihren Erziehungsstil irgendwo dazwischen einzuordnen. Aber welche Art ein Kind zu erziehen ist denn nun die richtige und effektivste?

Strafen und Gewalt - noch bis vor wenigen Jahrzehnten anerkannte Erziehungsmethoden

Noch vor 50 Jahren hiess in den meisten Familien die Devise: Kinder müssen brav sein und tun, was ihre Eltern ihnen sagen. Körperliche Züchtigungen waren an der Tagesordnung und eine ganz normale Erziehungsmethode, die kaum jemand infrage stellte. Dieser autoritäre Erziehungsstil zielte darauf ab, Kinder gefügig zu machen und ihren Willen zu brechen. Sie sollten gehorchen - alles andere war nebensächlich. Die Folgen, die ein Kind bei dieser Form der Erziehung erleidet, können verheerend sein. Nicht nur körperliche Gewalt hinterlässt Spuren, sondern auch psychische. Beleidigungen, Demütigungen und häufige Strafen führen dazu, dass Heranwachsende nur ein geringes Selbstbewusstsein entwickeln, zögerlich und ängstlich sind oder sich sogar selbst gegenüber Schwächeren grausam und gewalttätig verhalten. Angesehenen davon ist es heute Eltern gesetzlich verboten, ihre Kindern körperlicher oder seelischer Gewalt auszusetzen. Und: In einer demokratischen Gesellschaft hat eine autoritäre Erziehung keinen Platz.

Alles dürfen und nichts müssen - die anti-autoritäre Erziehung

Das Gegenteil der autoritären Erziehung ist der anti-autoritäre Erziehungsstil. Dieser war in den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts besonders modern. Regeln und Grenzen? Die gibt es bei dieser Form der Erziehung kaum oder gar nicht. Ein Kind soll sich frei entfalten können, ohne dass sein Wille beeinflusst wird. Das Problem daran kannst Du Dir als Mutter wahrscheinlich selbst ausmalen: Ein junger Mensch, der ohne Regeln aufwächst, entwickelt häufig egoistische Züge. Er ist nicht in der Lage, eigene Bedürfnisse zurückzustellen und sich innerhalb sozialer Gefüge anzupassen. Konflikte sind da vorprogrammiert, denn grenzenlos aufgewachsene Kinder spüren spätestes im Schulalter, dass es von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird, wenn sie nicht in der Lage sind sich anzupassen. Und: Die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen ist wichtig, aber nicht auf Kosten anderer Menschen. Die persönliche Freiheit eines Menschen, da sind sich Pädagogen wie Philosophen gleichermassen einig, endet dort, wo sie die Freiheit und das Wohlbefinden anderer begrenzen.

Tipp: Erziehen mit liebevoller Konsequenz

Wie so oft geht es auch im Hinblick auf den richtigen Erziehungsstil darum, Kompromisse einzugehen. Du als Mutter wünscht Dir, dass sich Dein Kind zu einer selbstbewussten, individuellen Persönlichkeit entwickelt, die aber ein gutes Sozialverhalten hat und sich für andere einsetzt? Dann solltest Du Deinen Nachwuchs mit liebevoller Konsequenz erziehen. Kinder brauchen Regeln und Grenzen, um sich in der Welt zurecht zu finden und um ein Teil der Gesellschaft zu werden, in der sie leben. Aber sie brauchen auch Halt, Lob, Wertschätzung und Eltern die ihnen das Gefühl geben, dass sie genau so geliebt werden wie sie sind.

Bildquelle: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)  / pixelio.de

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