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Neugierig oder aufdringlich, wo ist die Grenze?

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Ohne eine gewisse Neugier kann kein Kind etwas dazulernen, aber wo ist die Grenze? Neugier kann aber auch aufdringlich wirken.

Sensibilität gehört zur Erziehung dazu

Viele Kinder finden in ihren ersten Lebensjahren so viel Beachtung bei ihren Eltern, Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Mitmenschen, dass sie der Meinung sind, immer im Mittelpunkt stehen zu können. Es ist durchaus richtig und wichtig, dass Dein Kind eine so wichtige und aufsehenerregende Rolle in Deinem Leben einnimmt, Du musst aber auch einmal darüber sprechen, dass dies nicht bei allen Mitmenschen sein kann. Die Sensibilität betreffend den Umgang mit den Mitmenschen und das Recht auf Privatsphäre müssen die meisten Kinder erst noch lernen. Von alleine können sie den Unterschied nicht erkennen, wenn früher jede Neugier gelobt wurde und irgendwann manche Mitmenschen mit Unmut reagieren, wenn sie Dein Kind als aufdringlich empfinden. Du kannst Enttäuschungen und Kränkungen auf beiden Seiten nur vorbeugen, wenn Du frühzeitig mit Deinem Kind über die üblichen Verhaltensregeln sprichst. 

Die Mitmenschen immer im Blick haben

Wie man Mitmenschen am besten begegnet, sagt oft ein einziger Blick aus. Du kannst Deinem Kind beibringen, dass es seinem Gegenüber immer in die Augen schauen soll. So können auch schon kleine Kinder ganz schnell erkennen, wann beim Gesprächspartner Unmut aufkommt. Das eigene Verhalten kann dann dem Verhalten des Gegenübers angepasst werden. Vor allem, wenn Kinder mit Mitmenschen oder Nachbarn kommunizieren, die ansonsten eher auf Distanz gehen, sollte die Neugier nicht zu gross werden. Falls Du bemerkst, dass Dein Kind bei Freunden, Verwandten und Bekannten aufdringlich wird, kannst Du es ruhig darauf aufmerksam machen und die Grenzen anzeigen. Kinder versuchen immer wieder die eigenen Grenzen auszutesten, daher ist es gar nicht schlimm, wenn Du freundlich aber bestimmt auf die geltenden Verhaltensregeln aufmerksam machst. Ein freundlicher Einwand reicht in der Regel schon aus.

Ein freundliches Gespräch kann vieles regeln

Solltest Du selber bemerken, dass sich Deine Mitmenschen augenscheinlich unwohl fühlen, wenn Dein Kind allzu neugierige Fragen stellt, kannst Du selber einschreiten und auch das Wort an Deine Mitmenschen richten. Du kannst sie auffordern, dass sie ebenfalls die Neugier Deines Kindes in die Schranken weisen, wenn die Fragen zu aufdringlich werden. Alle Menschen haben die Möglichkeit miteinander zu kommunizieren, dabei sollten derart wichtige Themen nicht ausgespart werden. Auf diesem Weg lernt Dein Kind schon früh, dass nicht nur Du Verhaltensregeln angibst, sondern auch die Mitmenschen, die sich nicht belästigt fühlen wollen. Wichtig ist aber immer, dass der Tonfall nett bleibt und nicht aggressiv wird. Hat Dein Kind erst einmal die Regeln des respektvollen Miteinander erkannt und verinnerlicht, dann fallen auch in Zukunft angehende Konflikte mit Mitmenschen leichter. Ein freundliches Gespräch kann vieles regeln und Differenzen friedlich aus dem Weg schaffen. Schön, wenn auch kleine Kinder dies schon frühzeitig lernen können.

Bildquelle: dw-lifestylefotografie / pixabay.com

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