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Grenzen zu setzen ist nicht einfach

Grenzen Erziehung

Du als Mutter bist täglich mit der Frage konfrontiert, wann es an der Zeit ist, Deinem Kind Grenzen zu setzen. Denn auf der einen Seite wünschst Du Dir sicher, dass Dein Sohn oder Deine Tochter sich frei entfalten und eigene Erfahrungen machen kann. Andererseits gibt es Situationen im Alltag, in denen es sogar gefährlich wird, wenn Kinder zu grenzenlos aufwachsen. Meist wirst Du auf Deine Intuition als Mutter hören und von Fall zu Fall entscheiden, ob es nötig ist Deinem Kind Grenzen aufzuzeigen. Das ist auch richtig so, denn Du kennst Deinen Nachwuchs und seine Bedürfnisse am besten.

Erziehung ist geprägt von individuellen Norm- und Wertvorstellungen

Wenn Du häufig mit anderen Eltern und deren Kindern Kontakt hast, ist Dir sicher schon aufgefallen wie unterschiedlich Erziehung aussehen kann. Während manche Mütter und Väter auf dem Spielplatz neben ihren Kindern im Sand sitzen, um sie auf keinen Fall einen Moment unbeobachtet zu lassen, sitzen andere gelassen in einigen Metern Entfernung auf der Bank und unterhalten sich entspannt. Interessant wird es, wenn es Konflikte unter den Kindern gibt. Sollen sie ihre Streitigkeiten alleine klären oder ist es besser, kleine Unruhestifter zurechtzuweisen? Und wie sieht es aus, wenn die Kleinen älter werden: Dürfen sie selbst entscheiden, was sie essen, welche Kleidung sie tragen und wann sie ihre Hausaufgaben erledigen?

In Sachen Erziehung gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, dass es nur nachvollziehbar ist, wenn Du manchmal unsicher bist welche Bedeutung Grenzen und klare Regel eigentlich haben. Zurzeit sind viele Experten wieder davon überzeugt, dass autoritäre Erziehung im Alltag von Familien zu sehr vernachlässigt wird. Andere plädieren dafür, mit "liebevoller Konsequenz" zu erziehen. Dafür spricht, dass Kinder bei diesem Erziehungsmodell zwar Regeln einhalten müssen, sich aber immer angenommen und geliebt fühlen.

Regeln aufstellen aber Freiheit ermöglichen

Tatsache ist: Grenzen und Regeln strukturieren den Alltag von Kindern und verhelfen ihnen zu einer besseren Orientierung in der für sie oft unübersichtlichen Welt der Erwachsenen. Gleichzeitig brauchen Kinder aber auch die Freiheit, eigene Erfahrungen machen zu dürfen. Nur so entwickeln sie Selbstständigkeit. In der Praxis bedeutet das: Dein Kind muss mit zunehmendem Alter immer mehr eigene Entscheidungen treffen dürfen. Sicher wird es Dinge tun, die es später bereut, aber es ist nicht bloss ein Klischee, dass jeder Mensch aus Fehlern lernt.

Du als Mutter darfst aber entscheiden, wo beispielsweise Deine eigenen Grenzen liegen und auf welche Aspekte in der Erziehung Du besonders grossen Wert legst. Wenn Du ab und zu Deinen Freiraum brauchst oder es Dir wichtig ist, dass Dein Kind soziale Umgangsformen lernt, so kannst Du diesbezüglich Regeln aufstellen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Was Dein Kind braucht, um sich altersgerecht zu entwickeln, weisst Du als Mutter ohnehin am besten.

Tipp: Welche Regeln sind Dir wichtig?

Du kannst entscheiden, welche Form der Erziehung Du wählst - so lange dabei die kindlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden und eine gesunde Entwicklung im Mittelpunkt steht, gibt es kein "richtig" oder "falsch". Grenzen sind dann wichtig, wenn Dein Kind sich oder andere in Gefahr zu bringen droht oder sich das soziale Miteinander im Alltag schwierig gestaltet.

Bildquelle: Alexandra H.  / pixelio.de

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