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Kinder in der Trotzphase

Kind Trotzphase

Wenn Du Mutter mit einem Sprössling im Alter zwischen 1,5 und drei Jahren bist, kommt Dir folgende Situation aus Deinem Alltag sicher bekannt vor: Du bist gestresst, weil die Nacht mal wieder zu kurz war, musst aber noch einkaufen gehen, weil im Kühlschrank Ebbe herrscht. Also schnappst Du Dir Dein ebenfalls übermüdetes Kind und betrittst entschlossen, den Einkauf möglichst kurz zu halten, den Supermarkt. Dann kommt es, wie es kommen muss: An der Kasse steuert Dein Sprössling zielstrebig auf das Regal mit den Süssigkeiten zu. Als Du ihm den Schokoriegel verweigerst, kommt es zum Eklat: Dein Sohn oder Deine Tochter wirft sich auf den Boden, tritt nach Dir und schreit, als hättest Du es eigenhändig verprügelt.

Und Du? Dir bricht der Schweiss aus und Du schaust Dich leicht panisch um. Mehrere Leute starren Dich an, einige mitleidvoll, manche peinlich berührt, die meisten genervt: "Von Erziehung hat die Frau wohl noch nichts gehört", das ist es, was die anderen Kunden in diesem Moment denken, oder?

Kleinkinder wollen die Welt erobern - und scheitert an den Tücken des Alltags

Momente wie diese kennt jede Mutter. Sie sorgen im Alltag dafür, dass Du das Gefühl hast in der Erziehung Deines Kindes versagt zu haben. Du fühlst Dich hilflos und bist gleichzeitig wütend, weil all diese Menschen glauben, sie hätten die Situation besser im Griff.

In Wahrheit wüssten sie auch nicht weiter, wenn sie an deiner Stelle wären. Wenn ein Kind trotzt, dann helfen weder sanfte Worte noch Drohungen. Wann die Trotzphase beginnt, ist unterschiedlich. Meist ist ein Kind noch zu klein, um seine Bedürfnisse zu äussern und seiner Wut anders Luft zu machen als zu schreien, zu treten oder zu beissen. Und genau da liegt das Problem: Kinder in diesem Alter möchten die Welt um sich herum entdecken und wissen ganz genau, was sie wollen. Nur können oder dürfen sie das noch nicht. Überall stossen sie auf Grenzen, Regeln oder scheitern an ihren eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten. Das ist frustrierend und führt zu den oben beschriebenen Trotzreaktionen. Doch wie reagierst Du in diesen Situationen im Alltag als Mutter richtig?

Eine gute Erziehung wirkt nicht präventiv gegen die Trotzphase

Eines vorweg: Mit mangelnder oder schlechter Erziehung hat die Reaktion Deines Kindes nichts zu tun. Auch Eltern, die viel Wert auf eine pädagogisch wertvolle Erziehung legen, erleben Trotzreaktionen bei ihren Kindern. In der Trotzphase ist es wichtig, klare Signale zu senden. Das heisst, nachzugeben, wenn Dein Kind unbedingt einen Schokoriegel haben möchte, wäre der falsche Weg. Andererseits hat es auch wenig Sinn, mit Deinem Kind zu diskutieren, wenn es trotzt. In dieser Situation werden Kleinkinder von ihren Emotionen überwältigt und sie sind nur noch sehr begrenzt aufnahmefähig. Das heisst für Dich, dass Dir nichts anderes übrig bleibt, als ruhig, konsequent und selbstsicher zu bleiben. Du brauchst Dir nichts vorwerfen - auch wenn andere Leute irritiert schauen.

Tipp: Sprich mit Deinem Kind, wenn der Trotzanfall vorbei ist

Wenn die Trotzreaktion abklingt, fühlt sich Dein Sohn oder Deine Tochter hilflos und vielleicht sogar traurig. Jetzt ist der richtige Augenblick es in den Arm zu nehmen und ihm noch einmal zu erklären, warum es die Schokolade nicht haben konnte. Versichere ihm, dass Du es weiterhin lieb hast - auch wenn es manchmal tobt wie ein kleines Monster.

Bildquelle: amandacatherine / pixabay.com

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