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Postnatalen Depressionen vorbeugen

Postnatalen Depressionen

17.11.2017  Stelle Dir einmal folgende Situation vor: Dein gerade geborenes Baby liegt in Deinen Armen und Deine Familie steht strahlend um Dich herum. Alle freuen sich und ...

Postnatalen Depressionen

Stelle Dir einmal folgende Situation vor: Dein gerade geborenes Baby liegt in Deinen Armen und Deine Familie steht strahlend um Dich herum. Alle freuen sich und beglückwünschen die junge Mutter. Jeder erwartet von Dir, dass Du in diesem Moment der glücklichste Mensch auf der Welt bist und dich aufopfernd um Dein Kind kümmerst, welches Du Dir vielleicht sogar sehnsüchtig gewünscht hast.

Aber Du spürst nichts als innere Leere und Niedergeschlagenheit. Dabei kannst Du Dir Diese negativen Gefühle nicht erklären. Die Planung war perfekt und Dein armes Baby hat Dir schliesslich nichts getan und verdient eine Mutter, die lebendig und fröhlich durchs Leben geht.

Ängste, Stress und Erschöpfung erhöhen das Risiko einer postnatalen Depression

Vielen Müttern geht es ähnlich wie im oben beschriebenen Beispiel. 20 Prozent der Schweizerinnen leiden nach der Geburt ihres Babys an einer postnatalen Depression. Nach wie vor ist diese Krankheit ein Tabu-Thema, denn von frisch gebackenen Müttern wird erwartet, dass sie vor Freude und Zuneigung für ihr Kind überschäumen und jeden Tag ihres neuen Lebens mit Baby fröhlich entgegenblicken. Dabei sieht die Realität häufig anders aus. Der Alltag mit Baby ist ein völlig anderer als vorher. Vielleicht hast Du Dir während der Schwangerschaft ausgemalt, wie es sein wird, wenn Du Dein Baby endlich in den Arm nehmen kannst. Die Wahrheit ist, dass ein Kind Dein ganzes Leben auf den Kopf stellt und darauf warst Du nicht vorbereitet. Die kurzen Nächte machen Dir zu schaffen, vielleicht hast Du auch Angst, Deinem Baby keine gute Mutter zu sein. Möglicherweise schreit dein Kind viel und Du findest einfach nicht heraus, warum. Vermeintlich gut gemeinte Ratschläge von Freunden oder Familie setzen Dich nur zusätzlich unter Druck und der Kinderarzt kann Dir auch nicht weiterhelfen.

Manchmal fällt es Dir schwer, überhaupt aufzustehen und in den Tag zu starten. Viel lieber würdest Du Dich verkriechen und, wenn du ehrlich bist, einfach die Zeit zurückdrehen.

Eine gute Planung vor und nach der Geburt Deines Babys hilft Dir zu entspannen

Die Gründe dafür, dass so viele Frauen nach der Geburt an einer postnatalen Depression leiden, sind vielfältig. Häufig spielt die Hormonumstellung eine grosse Rolle. Bereits vor der Geburt kannst Du deinen Arzt oder Deine Hebamme fragen, welche Medikamente einer Depression vorbeugen können.
Nimm Dir nach der Geburt ausreichend Zeit, Dich an den Alltag mit Baby zu gewöhnen. Ein Umzug oder andere Ereignisse, die für Dich anstrengend und belastend sein können, verschiebst Du besser auf einen späteren Zeitpunkt.

Bitte Deinen Partner, Freunde oder jemanden aus der Familie, dich hin und wieder zu entlasten, damit Du Dir Zeit für Dich und Deine Bedürfnisse nehmen kannst. Davon profitiert letztendlich auch Dein Baby, denn Du brauchst ausreichend Kraft, um ihm im anstrengenden Alltag eine gute Mutter sein zu können.

Tipp: Keine Frau wird als Mutter geboren

Gib Dir nach der Geburt Zeit, Dich an Deine neue Rolle zu gewöhnen und setze Dich nicht unter Druck. Niemand verlangt von Dir sofort in jeder Situation, die mit Deinem Baby zusammenhängt, richtig zu reagieren. Eine gute Planung des Alltags ist wichtig, aber das "Mutter sein" setzt immer auch einen Lernprozess voraus. Ausserdem: Entspannte Frauen leben gesünder und meistern den Alltag mit Kind besser als solche, die alles planen und kontrollieren wollen.

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com

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