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Ernährung und die Schwangerschaft

Nahrungsergaenzungsmittel

Wenn Du schwanger bist und Dich mit anderen Frauen unterhältst, die ein Baby erwarten, so wird früher oder später meist die Frage diskutiert, ob die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln während oder schon vor der Schwangerschaft sinnvoll bzw. sogar notwendig ist. Frauen mit Kinderwunsch sind unbestritten eine grosse Zielgruppe der Pharma-Unternehmen. Besonders wenn das Projekt Familienplanung schon länger in Angriff genommen wurde, der Erfolg aber bisher ausbleibt, führen viele Frauen dies auf einen Nährstoffmangel zurück und greifen zu Vitaminen und Mineralstoffen in Tablettenform.

Früher hat es diese natürlich nicht gegeben und vielleicht fragst Du Dich, ob es wirklich nötig ist künstliche Vitamine und Mineralstoffe einzunehmen, wenn Du Dich vor und auch während Deiner Schwangerschaft gesund und ausgewogen ernährt. Tatsächlich ist die Frage, ob Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll oder überflüssig sind sogar unter Experten umstritten. Viel befürchten die nicht abzusehenden Folgen einer Überdosierung, denn dazu existieren noch keine repräsentativen Untersuchungsergebnisse.

Nahrungsergänzungsmittel können eine gesunde Ernährung nicht ersetzen

Unumstritten ist hingegen die Tatsache, dass Frauen, die sich ein Kind wünschen oder bereits eines erwarten auf ihre Ernährung achten sollten. Untergewicht beeinflusst die Empfängnisbereitschaft ebenso negativ wie Übergewicht und während der Schwangerschaft führt Über- oder Untergewicht dazu, dass der mütterliche Organismus unnötig stark belastet wird. Wenn Du Dir also ein Kind wünschst, solltest Du zuerst Deine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten genau unter die Lupe nehmen. Dass gilt natürlich auch für Deinen Partner. Das Problem ist nämlich, dass Nahrungsergänzungsmittel häufig falsch bewertet werden. Wie der Name schon sagt können diese eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Das gilt übrigens auch für Vegetarierinnen: Sie können sich genauso gesund ernähren wie Frauen, die Mischkost zu sich nehmen. Schwierig wird es bei einer veganen Ernährung oder wenn Allergien und Unverträglichkeiten im Hinblick auf bestimmte Lebensmittel auftreten. Dann kann die Einnahme bestimmte Nahrungsergänzungsmittel in Absprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll sein.

Im Hinblick auf Jod und Folsäure besteht bei Schwangeren ein erhöhter Bedarf

Bei Eisen, Jod und Folsäure kommt es bei Schwangeren am ehesten zu einem Mangel. Das Problem: Gerade Folsäure wird schon während der ersten Schwangerschaftswochen vermehrt gebraucht, damit sich das Baby im Mutterleib gesund entwickeln kann. Unter Umständen hast Du zu diesem Zeitpunkt jedoch noch gar nicht bemerkt, dass Du schwanger bist. Daher ist es durchaus sinnvoll, wenn Du täglich 400 Mikrogramm Folsäure in Form von Tabletten einnimmst, sobald bei Dir ein Kinderwunsch besteht.

Der Bedarf an Jod steigt während der Schwangerschaft um etwa 20 Prozent und ein Jodmangel kann bei ungeborenen Kindern zu Missbildungen führen. Experten raten daher, zusätzlich etwa 100 Mikrogramm Jod pro Tag einzunehmen, wenn eine Schwangerschaft besteht. Im Hinblick auf diese Dosierung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Davon abgesehen gibt es aber keinerlei einheitliche und pauschale Empfehlungen, was die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln während der Schwangerschaft angeht, weil ihre Wirkung und Notwendigkeit nicht zweifelsfrei belegt ist.

Tipp: Immer Rücksprache mit dem Arzt halten

Wie einleitend erwähnt können persönliche Risikofaktoren wie Über- und Untergewicht, Allergien, Krankheiten oder eine vegane Ernährung die Einnahme weiterer Medikamente notwendig machen. Das solltest Du aber dann mit Deinem Arzt in einem persönlichen Gespräch klären.

Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

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