MUTTERLEBEN.CH
Mütter mitten im Leben

Wenn Mütter an ihre Grenzen kommen

Belastungsgrenze Mutter

6.00 Uhr: Dein Wecker klingelt und Du wünschst Dir nichts sehnlicher als Dich einfach noch einmal umzudrehen. Aber nein, Du quälst Dich müde ins Bad und bereitest für Deine Familie das Frühstück zu: Deine Tochter hat eine wichtige Prüfung in der Schule und soll etwas im Magen haben, bevor es los geht.

Dein Jüngster hat zurzeit Probleme mit Monstern, die unter seinem Bett wohnen und fürchtet sich daher, wenn er allein in seinem Zimmer ist. Leider zogen sich die Massnahmen zur Monsterbekämpfung lange hin, an Schlaf war für Dich als Mutter daher kaum zu denken. Doch du beisst natürlich die Zähne zusammen, schmierst Pausenbrote, sprichst tröstende Worte und bringst den Kleinen in den Kindergarten, bevor Du übermüdet in Deinen Bürostuhl sinkst. Dein Chef ist mürrisch, weil Du schon wieder zu spät zur Arbeit erscheinst und die Akten auf Deinem Schreibtisch scheinen sich über Nacht vermehrt zu haben. Aber jammern bringt nichts, denkst Du Dir und sehnst den Feierabend herbei. Doch das Sofa muss warten: Zuerst steht noch der Elternabend in der Schule an, dabei wird Dir allein bei dem Gedanken flau im Magen, weil Dein Kind unter ADHS leidet und in den Augen der anderen Eltern die Klasse daran hindert den Lernstoff in der vorgegebenen Zeit durcharbeiten zu können.

Viele Mütter fühlen sich im Alltag ständig unter Druck gesetzt

Vielleicht findest Du Dich als Mutter in der oben beschriebenen Situation wieder. Die Belastung im Alltag empfinden viele Frauen mit Kindern als extrem anstrengend - noch schwieriger wird die Lage, wenn Du allein erziehend bist oder finanzielle Probleme Deine Familie zusätzlich Kummer bereiten. Doch eine Mutter hat in den Augen vieler Menschen nicht das Recht sich zu beschweren, schliesslich hat sie sich bewusst dafür entschieden ein Kind oder sogar mehrere zu bekommen und eine Familie zu gründen.

Möglicherweise versuchst Du so krampfhaft für Deine Kinder stark zu sein, dass Du gar nicht merkst wie die Belastung Dich langsam aber sicher krank macht. Es ist angesichts dieser Problematik nicht verwunderlich, dass immer mehr Mütter unter psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Burn-Out leiden oder körperliche Symptome wie Migräne oder Rückenschmerzen zeigen, welche die Bewältigung des Alltags zusätzlich erschweren.

Höre auf Deinen Körper

Bitte lasse es nicht so weit kommen und ziehe rechtzeitig die Notbremse! Nur eine Mutter, die auf die Signale ihres Körpers hört und mit sich selbst genauso liebevoll umgeht wie mit ihrem Kind kann ein glückliches, entspanntes Leben führen. Deine Familie ist wichtig, aber Du bist es auch! Versuche, Dich von allen Menschen zu distanzieren, die Dir häufig ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Jeder Mensch kommt ab und zu an seine Grenzen - das ist keine Schande. Der Alltag mit Job, Familie und den täglich anfallenden Pflichten ist eine Herausforderung die niemand meistern kann ohne Abstriche machen zu müssen. Ein Leben mit Kindern hält jeden Tag Überraschungen bereit, von einem Streben nach Perfektion solltest Du absehen, denn das setzt Dich nur unter Druck. Du tust, was Du kannst: Mehr geht nich!

Tipp: Akzeptiere es, wenn Du an Deine Grenzen kommst und hole Dir Hilfe!

Der erste Schritt im Kampf gegen den Perfektionierungswahn, der Familien heute unter Stress setzt, ist, dass Du als Mutter Dich nicht mit anderen Grauen mit Kind vergleichst und Dir eingestehst, wenn Deine persönliche Grenze erreicht ist. Traue Dich, Dir Hilfe zu holen, wenn die Belastung zu gross wird. Engagiere einen Babysitter, bitte Oma und Opa um Unterstützung oder wende Dich an eine Beratungsstelle für Eltern. Egal, was Du tust: Ein Problem einzugestehen ist der erste Schritt um es zu lösen.

Bildquelle: Jashina / pixabay.com

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