MUTTERLEBEN.CH
Mütter mitten im Leben

Die Mutter als Familienmanagerin

Mutter Familie Manager

"Und was machen Sie beruflich?"
"Ich bin Managerin in einem kleinen, aber florierenden Familienunternehmen."

Dein "Arbeitstag" als Mutter dauert 24 Stunden, Ferien gibt es nicht. Die Kinder wecken und anziehen, das Frühstück auf den Tisch bringen und die Wohnung sauber und ordentlich halten, trösten, Streit schlichten, die Unterhalterin spielen, waschen, putzen, Windeln wechseln: All diese Pflichten gehören genauso zu Deinen Aufgaben wie Chauffeursdienste oder "Aussendienstermine" in der Schule, im Kindergarten oder auf dem Spielplatz, denn von Müttern wird heute schliesslich erwartet, dass sie sich engagieren und einbringen.

Die Rolle der Mutter wird gesellschaftlich wenig gewürdigt

Was zunächst übertrieben klingt, ist im Grunde eigentlich kein bisschen weit hergeholt: Du entwickelst nahezu übermenschliche Kräfte, wenn es darum geht Deine Familie zu versorgen und den Alltag zu koordinieren - eine nervliche, organisatorische und logistische Meisterleistung. Wenn Du dann noch alleinerziehend bist und einem Job nachgehst, weil Du finanziell darauf angewiesen bist oder Dir Deine Karriere einfach wichtig ist, musst Du noch flexibler und gleichzeitig vorausschauend agieren.

Das Problem: Die Leistungen einer Mutter werden gesellschaftlich nicht ausreichend gewürdigt. Kinder erziehen und den Haushalt schmeissen - das sind doch keine herausragenden Leistungen! Das kann doch jeder! Eine solche Haltung muss ein Schlag ins Gesicht für die vielen Mütter sein, die täglich bis an ihre Grenzen gehen. Denn gleichzeitig wächst der Druck auf Familien, Eltern und Kinder. Erziehen, fördern, aber nicht überfordern sollen Väter und Mütter ihren Nachwuchs und wer dabei an seine Grenzen stösst, wird von allen Seiten kritisch beäugt.

Rollenkonflikte und Stress im Alltag: Viele Mütter vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse

Deine Rolle als Mutter ist also nicht nur komplex und verantwortungsvoll, sie kann auch zur Belastung werden. Denn wo bleibt bei all diesen Aufgaben, Forderungen und Ansprüchen noch Zeit für Dich? Wann hast Du das letzte Mal tief durchgeatmet und Dich wirklich nur mit Dir selbst und Deinen Bedürfnissen beschäftigen können? Und dann ist da ja auch noch die Beziehung zum Vater Deiner Kinder, an der Du lange nicht gearbeitet hast. Wann konntest Du zuletzt ungestört Zeit mit Deinem Partner verbringen, Gespräche mit ihm führen oder Zärtlichkeiten austauschen?

Du bist Mutter und tust alles, um Deine Familie glücklich zu machen. Dennoch: Du darfst Dich selbst dabei nicht vernachlässigen! Du trägst viel Verantwortung, aber das gilt auch für Dich selbst. Auf Dauer kannst Du keine gute Mutter sein, wenn Du Dich nicht hin und wieder auch mit Dir selbst beschäftigst und Dir eine Auszeit von Deinem Fulltime-Job als Familienmanagerin gönnst. Davon profitiert auch Deine Familie, weil Du entspannter und ausgeglichener bist.

Tipp: Vergleiche Dich nicht mit anderen Müttern

Viele Frauen, die Kinder grossziehen, vergleichen sich bewusst oder unbewusst ständig mit anderen Müttern. Sie fühlen sich schlecht, weil ihr Kind mit zwei Jahren nur wenige Worte spricht oder mit fünf nachts immer noch eine Windel braucht. Sofort zweifeln sie an sich selbst und an ihren Fähigkeiten und fragen sich, ob sie ihrer Rolle als Mutter nicht gerecht werden.

Diese Einstellung setzt aber nicht nur Dich, sondern auch Deine Kinder unter Druck. Mache Dich frei von der Überzeugung, dass Du und Deine Kinder perfekt funktionieren müssen und vergleiche Dich nicht mit anderen Eltern. Deine Familie ist einzigartig und das ist auch gut so.

Bildquelle: erysipel  / pixelio.de

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
MUTTERLEBEN.CH
Mütter mitten im Leben
Google mutterlebenFB mutterlebenTwitter mutterlebenRSS mutterlebenMail mutterleben
Hinweis: Unsere Webseite nutzt Cookies um Ihnen einen besseren Service zu bieten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass wir Ihre Erlaubnis haben Cookies zu setzen. Informationen zum Einsatz von Cookies sowie unsere Datenschutzbestimmungen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und über unser Impressum.     Mehr Informationen    Einverstanden