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Die Rollenverteilung in der Familie

Mutter Rolle Familie

Die Mutter kocht, backt, geht einkaufen und kümmert sich um die Kinder, der Vater geht seinem Job nach und verdient das Geld für die Familie: So sah noch bis vor etwa zwanzig Jahren die klassische Rollenverteilung im Alltag aus.

Das ist heute anders. In der Schweiz sind mehr als 60 Prozent der Mütter mit Kindern unter 20 Jahren berufstätig, wenn auch in der Regel nur in Teilzeit. Einen Vollzeitjob haben nur 17 Prozent der Mütter. Der Grund: Du als Frau möchtest Dich selbst verwirklichen und nicht allein auf die Mutterrolle festlegen lassen. Aber auch Dein Partner möchte nicht allein den Ernährer spielen, sondern auch als Vater im Alltag für seine Kinder und die Familie präsent sein. Doch was bedeutet diese neue Rollenverteilung für den Familienalltag? Denn eines ist klar: Wenn Rollen klar definiert sind und jeder sich damit wohl fühlt, gibt es auch keine Diskussionen. Moderne Familienstrukturen hingegen lassen Raum für neue Interpretationen von Rollen, dennoch kann es gerade deshalb im Hinblick auf die Rollenverteilung Differenzen geben.

Die Rollenverteilung hat Einfluss auf den Familienalltag

"Mama, kochst Du heute etwas für uns?"
"Geht nicht, ich muss ein Meeting vorbereiten. Morgen bringt Papa Dich in den Kindergarten, packt das Geschenk für Deine Freundin ein und bringt dich nachmittags zum Kindergeburtstag."

Der letzte Satz könnte von Dir stammen? Dann gehört Du zu den modernen Müttern, die im Alltag Familie und Job unter einen Hut bekommen müssen. Ist doch kein Problem, wenn der Partner mitziehst, oder? Aber ist das wirklich so? Fakt ist: Wer heute eine Familie gründen möchte, sollte schon frühzeitig mit seinem Partner klären, wie der Familienalltag aussehen soll und organisiert werden kann. Wenn jeder, also sowohl Vater, Mutter als auch Kind, sich innerhalb der Familie wohl fühlen soll und die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt sehen möchte, so ist das ein ziemlich hoher Anspruch. Grundsätzlich gilt: Rollen sind nicht in Stein gemeisselt, es gibt keine typische Mutter- oder Vaterrolle mehr, sondern nur noch flexible und individuelle Lösungen.

Den Alltag als Mutter mit Kind, Karriere und Haushalt frühzeitig planen

Es ist sinnvoll, wenn Du bereits während der Schwangerschaft mit Deinem Partner überlegst, wie euer Alltag nach der Geburt aussehen soll. Es gibt viele Fragen, die geklärt werden müssen: Wann möchtest Du wieder in den Job einsteigen? Wie lassen sich die anfallenden Aufgaben fair aufteilen? Gibt es Menschen, die Dich unterstützen können wie beispielsweise Deine Eltern oder Schwiegereltern, Freunde oder ein Babysitter? Ab wann brauchst Du einen Krippen- oder Kindergartenplatz?

Beziehe auch Deinen Arbeitgeber in die Planung ein: Sicher weiss Dein Chef, was er an Dir hat und ermöglicht es Dir, von zu Hause aus zu arbeiten oder Gleitzeit in Anspruch zu nehmen. Gleiches gilt natürlich für Deinen Partner. Wichtig ist, dass ihr an einem Strang zieht und veraltete Rollenklischees aussen vor lässt.

Tipp: Lass andere Leute reden

Emanzipierte Frauen kommen nicht immer gut an. Es gibt sicher den ein oder anderen unter Deinen Bekannten, dem Dein Familienmodell nicht zusagt. Auch heute sind noch viele Leute der Meinung, Frauen, denen ihre Karriere am Herzen liegt dürften keine Kinder in die Welt setzen.

Das solltest Du einfach ignorieren: Solange Du Dein Pensum gut meisterst und alle Familienmitglieder zufrieden sind, hast Du die richtigen Entscheidungen getroffen.

Bildquelle: Alexandra H. / pixelio.de 

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