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Beziehungskrisen überwinden

Beziehungskrise ueberwinden

Uneinigkeit in Erziehungsfragen, zu wenig Zeit für die Partnerschaft, finanzielle Probleme, Stress im Alltag, mangelnder persönlicher Freiraum: Diese Faktoren sind die häufigsten Auslöser, wenn es in einer Beziehung, aus der bereits Kinder hervorgegangen sind, kriselt. Du als Mutter willst die Familie natürlich zusammenhalten und möglichst vermeiden, dass die Kinder die Spannungen zwischen Dir und Deinem Partner bemerken. Dabei fragst Du Dich vielleicht, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Situation plötzlich so kompliziert zu sein scheint.

Früher wart ihr beide glücklich, Krisen und Konflikte konntet ihr stets bewältigen, weil ihr offen und ehrlich miteinander umgegangen seid. Ganz bewusst hast Du Dich dafür entschieden, mit Deinem Partner eine Familie zu gründen, konntest Deine Rolle als Mutter schnell annehmen und gehst darin auf. Auch Dein Partner schien glücklich zu sein, nach wie vor versucht er, soviel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen. Woran liegt es dann, dass jetzt selbst kleine Konflikte mehr und mehr zur Belastungsprobe für eure Beziehung werden?

Viele Mütter ignorieren ihre eigenen Probleme und Bedürfnisse

Der Alltag mit Kindern ist ein völlig anderer als der eines frisch verliebten Paares ohne Familie. Selbst wenn es zu Konflikten kommt ist in der Regel mehr Zeit vorhanden, um für diese eine Lösung zu finden. Spontan Urlaub zu nehmen und gemeinsam zu verreisen, ein Wellness-Wochenende zusammen geniessen oder einfach mit Freunden unabhängig voneinander um die Häuser ziehen: Als Mutter ist das alles nicht mehr so einfach möglich. Das Wohl Deiner Familie hat oberste Priorität, Deine eigenen Bedürfnisse und die Deines Partners werden hinten angestellt.

Vielleicht denkst Du gar nicht mehr darüber nach, ob Du überhaupt glücklich bist oder ob Dir in Deiner jetzigen Lebenssituation irgendetwas fehlt. Deinem Partner geht es möglicherweise ähnlich. So kann es passieren, dass Probleme, Unzufriedenheit und persönliche Bedürfnisse so lange ignoriert und unter den Teppich gekehrt werden, bis die Partnerschaft ernsthaft in Gefahr ist.

Harmonie innerhalb der Familie ist wichtig - aber nicht um jeden Preis

An einer Beziehung muss man arbeiten - das gilt auch und besonders für Partner, die Kinder haben. Natürlich sollte es in einer Familie möglichst harmonisch zugehen, aber nicht um jeden Preis. Wenn es Probleme und Unstimmigkeiten gibt, so merken Kinder dies ohnehin irgendwann. Viele sind sehr sensibel wenn es darum geht, negative Stimmungen zwischen Erwachsenen wahrzunehmen. Das bedeutet für Dich als Mutter: Kümmere Dich im Alltag nicht nur aufopferungsvoll um Deine Familie, sondern auch um Dich und um Deinen Partner. Nimm Dir die Zeit, Probleme anzusprechen und gemeinsam mit dem Vater Deiner Kinder auf die Suche nach Lösungen zu gehen. Konflikte totzuschweigen oder ihnen aus dem Weg zu gehen bringt nicht, sie werden mit der Zeit immer grösser und können dann vielleicht eine ernsthafte Bedrohung für die Partnerschaft darstellen.

Tipp: Jeder in der Familie braucht auch Zeit für sich selbst

Du bist nicht nur Mutter, sondern auch Frau, Freundin, Partnerin, Tochter und Arbeitnehmerin. Die vielen Rollen, die Du einnimmst und die damit verbundenen Erwartungen an Deine Person können belastend sein - vor allem dann, wenn Du es immer allen Recht machen möchtest. Deinem Partner geht es als Vater vielleicht ähnlich. Gönne Dir daher hin und wieder den Luxus, Zeit mit Dir allein verbringen zu können und gestehe dies auch Deinem Mann oder Lebensgefährten zu. Das hilft, die Dinge klarer zu sehen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und möglicherweise auch, Kompromisse zu finden, wenn es in der Partnerschaft zu Problemen kommt. Wenn die Situation sehr festgefahren ist, kann auch eine Paartherapie helfen - vorausgesetzt, beide Partner können sich darauf einlassen.

Bildquelle: Unsplash / pixabay.com

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