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Trennung: ja oder nein?

Trennung Familie

"Wenn das so ist, dann sollten wir uns besser trennen!"
In jeder Beziehung gibt es Phasen, die schwierig sind und die Liebe auf die Probe stellen. Vielleicht gestaltet sich dass Zusammenleben schwieriger als gedacht, oft spielen auch finanzielle Probleme oder Schicksalsschläge wie Todesfälle oder Krankheiten eine Rolle. Und manchmal verliebt sich auch einer der beiden Partner in einen anderen Mann oder in eine andere Frau. Das ist traurig, passiert aber jeden Tag.

Das Problem: Wenn eine Beziehung Kinder hervorgebracht hat, so kann man sich nicht einfach verabschieden und getrennte Wege gehen. Ein Kind verbindet zwei Menschen, vielleicht für ein Leben lang, aber für eine lange Zeit und zumindest, bis dieses erwachsen ist. Eine Trennung ist für Dich als Mutter daher wahrscheinlich wirklich der letzte Ausweg und Du versuchst zunächst alles, damit Deine Familie vielleicht doch noch eine Chance hat, auch in Zukunft zusammenzubleiben. Doch es gibt auch Situationen, in denen eine Trennung der Eltern für Kinder besser zu verkraften ist als stattdessen weiterhin so zu leben wie sie es aktuell. Eine Familie mit Gewalt zusammenzuhalten funktioniert nicht.

Manchmal ist eine Trennung heilsam für alle Beteiligten

Natürlich wünscht sich jedes Kind eine intakte Familie und Eltern, die eine glückliche Beziehung führen. Wenn die Partnerschaft von Mama und Papa grösstenteils harmonisch verläuft, so fühlt ein Kind sich sicher und geborgen. Differenzen zwischen den Eltern nehmen Kinder sehr genau wahr- auch wenn die sich Mühe geben die Streitigkeiten nicht vor den Augen der Kleinen auszutragen. Natürlich dürfen sich Eltern auch mal streiten, doch selbst gelegentliche Auseinandersetzungen um banale Alltagsdinge verunsichern sensible Kinder. Sie brauchen dann die Bestätigung, dass Mama und Papa sich trotzdem noch lieb haben und sich lediglich über einander geärgert haben.

Schwieriger wird es, wenn Du wirklich ernsthaft an der Beziehung zum Vater Deines Kindes zweifelst und Dir keine Zukunft mit ihm vorstellen. Bis Du zu dieser Erkenntnis kommst ist wahrscheinlich ohnehin viel passiert, jede Trennung hat ihre mehr oder weniger dramatische Vorgeschichte. Aber wenn Dein Partner auch die letzte Chance sich zu ändern ungenutzt verstreichen lässt und alle Beteiligten unter der aktuellen Situation leiden, so ist es in der Regel besser, eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Dann ist das sprichwörtliche "Ende mit Schrecken" tatsächlich gerade für Kinder besser zu verkraften als ein Schrecken ohne Ende.

Verhindere, dass Dein Kind zwischen die Fronten gerät

Wichtig ist, dass Du Dich gemeinsam mit Deinem Partner bemühst, während und auch nach der Trennung das Wohl und vor allem die Gefühle Deiner Kinder nicht ausser Acht zu lassen. Wut auf den anderen und das Bedürfnis nach Abstand sind während der Trennungsphase normal. Eine gescheiterte Beziehung ist nichts, worauf man stolz sein kann. Und dennoch: Lasse nicht zu, dass Dein Kind Opfer der Fehler wird, die seine Eltern vielleicht begangen haben. Kinder stehen in dieser Situation enorm unter Druck, weil sie entweder nicht verstehen kann, was gerade passiert oder sich vielleicht sogar die Schuld an den Ereignissen geben. Viele ruhige Gespräche, Zuspruch und das Versprechen beider Elternteile, weiterhin für das Kind da zu sein können dafür sorgen, dass Dein Sohn oder Deine Tochter nicht zu sehr leidet. Vorwürfe gegen Deinen Ex-Partner solltest Du Dir daher vor Deinem Kind unbedingt verkneifen - selbst wenn diese absolut gerechtfertigt sind. Für Dein Kind sollte sein Vater weiterhin ein Vorbild und eine wichtige Bezugsperson bleiben.

Tipp: An einem Strang ziehen - zum Wohl der Kinder

Auch wenn Du nach der Trennung zunächst auf Distanz zu Deinem Partner gehen willst - versuche so bald wie möglich einen Gesprächstermin an einem neutralen Ort zu vereinbaren. Je früher die Verhältnisse geklärt sind und ihr euch beispielsweise darauf geeinigt habt, bei wem die Kinder zunächst leben sollen, desto besser. Ein Kind kann die Situation leichter verarbeiten wenn es weiss was vor ihm liegt.

Bildquelle: alexbruda / freeimages.com

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