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Einsamkeit in der Beziehung - was tun?

gemeinsam einsam

Zweisam einsam sein - ist das nicht ein Widerspruch? 
Leider nicht. In vielen Partnerschaften und insbesondere in solchen, die schon lange bestehen, ist Einsamkeit ein grosses Problem. Schuld an diesem Zustand ist in der Regel nicht ein Partner allein - viel mehr spielen die Belastungen des Alltags und die gesellschaftlichen Erwartungen eine Rolle. Der Spagat zwischen Familienleben und Karriere, Zeitmangel, einschneidende Ereignisse wie ein Umzug oder Geldsorgen sind Faktoren, die Beziehungsprobleme begünstigten. Besonders Frauen haben heute oft das Gefühl, ständig unter Druck zu stehen. Sie sollen eine gute Mutter und Partnerin sein, den Haushalt im Griff haben, aber gleichzeitig bloss nicht zum Heimchen am Herd mutieren - zumindest einem Teilzeitjob nachzugehen sollte schliesslich noch machbar sein, oder? Ach ja: Aber da Männer sich natürlich eine attraktive Frau wünschen, sollte die Partnerin wenn möglich nicht zur "Mutti" mutieren und ihr Äusseres gut in Schuss halten.

Das Gefühl der Einsamkeit kann viele Ursachen haben

Viele Frauen, die sich in ihrer Beziehung einsam fühlen, verspüren dauerhaft eine innere Leere - und das, obwohl sie in ihrem Alltag stark eingespannt sind. Für eigene Hobbys und Interessen bleibt aber zu wenig Zeit - ebenso wie für Zärtlichkeiten, Gespräche mit dem Partner oder Treffen mit Freunden. Manchmal können innere oder äussere Faktoren das Gefühl der Einsamkeit verstärken und eine vorher harmonische Partnerschaft aus dem Gleichgewicht bringen. Solche Faktoren können Krankheiten sein, ein Jobwechsel und ein damit verbundener Umzug in eine fremde Stadt, Arbeitslosigkeit, gegenseitiges oder einseitiges Misstrauen aufgrund eines Vertrauensbruchs oder einfach das Gefühl, sich auseinander gelebt zu haben und auf keinen gemeinsamen Nenner mehr zu kommen.

Häufig ist es die Angst vor einem sozialen Abstieg im Fall einer Trennung, die gerade Frauen davon abhält, ihren Partner zu verlassen. Oder sie haben Angst, dass sie nach einer Trennung wirklich allein da stehen. Aber manchmal ist eine Trennung auch vermeidbar, wenn beide Partner wirklich bereit sind, an der Beziehung zu arbeiten.

Manchmal hilft es, eine neutrale Person zu Rate zu ziehen

Wenn Du also noch Gefühle für Deinen Partner hast und das auf Gegenseitigkeit beruht, dann gibt es vielleicht noch Hoffnung für die Beziehung. Wichtig ist, dass viele Gespräche stattfinden. Nimm Dir Zeit dafür - zur Not müssen die Kinder eben mal bei Oma und Opa übernachten. Sei offen und ehrlich, aber vermeide Schuldzuweisungen - bei Beziehungsproblemen gibt es in der Regel nicht den einen "Schuldigen". Solltest Du feststellen, dass es Dir schwer fällt, Dich Deinem Partner zu öffnen oder aber hast Du das Gefühl, dass die Gespräche zu emotional und wenig konstruktiv verlaufen, dann kann es sinnvoll professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei einer Paartherapie müssen beide Partner an einem Strang ziehen, wenn sie etwas an ihrer Situation ändern wollen. Der Vorteil dabei: Der Therapeut ist neutraler Moderator und Coach. In dem er gezielte Fragen stellt hilft er dabei, dem Problem auf den Grund zu gehen und gemeinsam mit seinen Klienten individuelle Lösungsansätze zu erarbeiten.

Bildquelle: panajiotis / pixabay.com

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