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An einem Strang (er-)ziehen

Kind Quengeln

"Mama, wenn du "Nein" sagst, dann frage ich eben Papa!" Dieser Satz könnte von Deinem Kind stammen? Dann geht es Dir als Mutter in solchen Alltagssituationen vermutlich schlecht. Du stellst Regeln auf, versuchst konsequent zu sein und hast doch das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, weil Dein Partner fast immer nachgibt, wenn sein süsses kleines Mädchen oder der clevere Stammhalter mit Leidensmine vor ihm steht. Konflikte im Hinblick auf die Erziehung können die Partnerschaft belasten - und Kinder erkennen schnell die Chance, ihre Eltern gegeneinander auszuspielen.

Konflikte in der Erziehung: in vielen Beziehungen ein Streitthema

Über die richtige Art und Weise, Kinder zu erziehen, lässt sich vortrefflich streiten. Jeder hat zu diesem Thema eine Meinung, vor allem Menschen, die gar keine Kinder haben. Du als Mutter musst Dich möglicherweise häufig rechtfertigen, warum Du diese oder jene Regel aufstellst. Dabei wird gerne vergessen, dass zwischen Theorie und Praxis in der Erziehung eines Kindes oft Welten liegen. Es ist leichter gesagt als getan, ein tobendes, sich auf dem Boden wälzendes Kind im Supermarkt einfach zu ignorieren.

Fakt ist aber: Erziehung kann im Alltag nur gelingen, wenn Mütter und Väter an einem Strang ziehen. Ein Kind braucht feste Regeln - und Eltern, welche die Einhaltung dieser Regeln auch einfordern. Wenn Mama "Nein" sagt und "Papa" ja, verunsichert das Kinder, auch wenn sie sich zunächst natürlich freuen, ihren Willen durchgesetzt zu haben. Abgesehen davon fühlst Du Dich als Mutter verständlicherweise hintergangen und alleine gelassen. Niemand will ständig als "Spassbremse" vorgeführt werden, die nichts erlaubt. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche.

Also: Auch wenn es im Alltag hoch her geht und Dein Kind austesten möchte, wie weit es bei Mama und Papa gehen kann, gilt es, standhaft zu bleiben. Wenn Du merkst, dass Deine Nerven und Deine Geduld stark strapaziert sind, kann du in Absprache aber ruhig auf den Papa verweisen: Manchmal ist es gut, sich aus einer Situation zurückzuziehen, bevor sie eskaliert - in einer funktionierenden Partnerschaft profitieren Kinder wie Eltern von dieser Regelung.

Wichtig ist nur, dass Meinungsverschiedenheiten im Hinblick auf Erziehungsfragen nicht vor Kindern diskutiert werden.

Diskussionen erlaubt, aber unter vier Augen

Es klingt banal, aber im Alltag als Familie und in der Partnerschaft ist es extrem wichtig, sich regelmässig über Erziehungsziele und Erziehungsmethoden auszutauschen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten im Hinblick auf Regeln und Grenzen werden sich nicht vermeiden lassen, aber in der jeweiligen Situation ist es geboten, Einigkeit an den Tag zu legen. Ein "Nein" muss ein "Nein" bleiben. Väter geben gerne den grosszügigen Kumpeltyp, aber das darf nicht zu Lasten Eurer Absprachen gehen. Wenn die Situation eskaliert, leidet nicht nur Dein Kind, sondern im Extremfall auch die Partnerschaft. Daher musst Du unbedingt das Gespräch suchen, wenn Du das Gefühl hast, in die Rolle der strengen Mutter gedrängt zu werden.

Tipp: Was wäre wenn?

Tobende Kinder auf dem Spielplatz, ein Film oder ein Bericht in der Zeitung: Nutze derartige Gesprächsanlässe im Alltag, um Dich mit Deinem Partner darüber auszutauschen, was euch beiden in Erziehungsfragen wichtig ist. Wie würdest Du in bestimmten Situationen reagieren, wie Dein Partner? Oft kann es auch konstruktiv sein, darüber zu sprechen wie man selbst als Kind erzogen wurde. So können viele Konfliktsituationen vermeiden werden.

Bildquelle: beni195bb / pixabay.com

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